Was Elite-Piloten für Ihr Business tun können

Sie denken, es ist schwierig, Ihren Job zu machen oder ein Unternehmen zu steuern, wichtige Entscheidungen zu treffen, Risiken abzuschätzen, Strategien umzusetzen und gleichzeitig einen kühlen Kopf zu bewahren?

 

 

Dann versuchen Sie das erst mal alles gleichzeitig und dann noch jenseits der Schallmauer, mit Kopf nach unten und ohne festen Boden unter den Füßen! Gibt es nicht ? Doch – gibt es ! Elite-Piloten leisten nämlich genau das. Was das mit Ihnen zu tun hat ? Mehr als Sie denken. Denn Sie können das auch.

Piloten ticken anders:

Apropos Pilot – darum geh es hier ja. Piloten fliegen natürlich auch mit Autopilot. Aber kein Pilot kann und darf sich nur darauf verlassen. Weder auf den im Flieger Eingebauten noch auf den Autopiloten im Gehirn.

Gut ausgebildete Piloten gehen an die Dinge daher anders heran. Sie sehen die Dinge anders. Sie haben ein anderes Mindset. Wie das funktioniert?

Wer in der Wirtschaft schläft oder blind entscheidet, verpatzt einen Auftrag oder fährt schlimmstenfalls ein Unternehmen vor die Wand. Wer im Cockpit einen Blindflug startet, bezahlt möglicherweise gleich mit seinem Leben.

Train as you fight:

Besonders Kampfpiloten können es sich nicht leisten, in Theorie und Praxis zu unterscheiden. Wer im Training simuliert abgeschossen wird, weil er nicht aufpasst, wäre im Ernstfall tot. Wer die Maschine nicht im Griff hat, ist es auch im Training. Piloten gehen mit einer anderen Einstellung an Dinge heran – als wäre es immer der Ernstfall. Die Erfahrungen, die sie während der Übungen machen, werden vom Gehirn viel stärker gewichtet, als würden sie die ganze Zeit denken: “Och, ist doch nur ne Übung!“ Nein, es ist keine Übung. Es ist ernst. Es ist echt. Immer. Auch in zivilen Flugzeug-Cockpits. Wir zeigen Ihnen, wie diese Denke geht!

Situative Aufmerksamkeit (SA):

Ganz eng damit verbunden ist die situative Aufmerksamkeit. Dabei handelt es sich um das volle Bewusstwerden und Bewusstbleiben in einer neuen, problembehafteten Situation. Zu jeder Zeit muss diese vorhanden sein. Deshalb besitzen Piloten eigene Tools und Strategien, SA nicht zu verlieren bzw. sie schnell wieder herzustellen. Wer sich der aktuellen Situation absolut bewusst ist und mit voller Aufmerksamkeit darauf reagieren kann, ist eindeutig ein besserer Herr der Lage als jemand, der im  Bürotrott mal wieder mit den Gedanken überall, nur nicht bei seiner Aufgabe ist.

Der Umgang mit Fehlern:

Selbstverständlich sind Piloten auch einfach nur Menschen – was bedeutet, dass sie Fehler machen. So, wie alle anderen auch. Aber die Art, wie sie mit Fehlern umgehen, ähnlich dem kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP), den sich viele Unternehmen im Rahmen des Qualitätsmanagements auf die Fahne geschrieben haben, dennoch viel effizienter und erfolgreicher. Piloten gehen einen Schritt weiter, gehen offener mit Fehlern um. Gemeldete Fehler werden nicht sanktioniert – ungemeldete sehr wohl. Niemand darf Angst haben, einen Fehler zu gestehen. Das ist ein non-punitiver Ansatz im Fehlermanagement.

Piloten-Fehler werden analysiert, entsprechende Prozesse sofort optimiert. Das Ziel: Kein Fehler darf ein zweites Mal auftreten. Genannt wird das Lesson-Learned-Kultur.

Keine ausschweifenden Meetings:

Meetings – auch so ein Thema. Für Piloten ein regelrechtes Reizwort. Vom ersten Tag an haben Sie Meetings begleitet – und nicht selten der Zweifel an deren Sinnhaftigkeit. Zwei Stunden heiße Luft ist oft das Beste, was dabei produziert wird. Wenigstens spart das Heizkosten, könnte man meinen – produzierte aber leider jede Menge andere Kosten. Zeit lässt sich kaum besser verbrennen als mit ausschweifenden Meetings. Piloten können sich das nicht leisten. Schon gar nicht im Ernstfall. Und der ist ja immer.

Piloten schwören auf Briefings. Die sind das, was Meetings gerne wären. Man konzentriert sich auf notwendige Sachverhalte, die jeder vor seinem Einsatz wissen muss. Es gibt eine feste Struktur. Wer auf der letzten Weihnachtsfeier wem ein wenig zu nah gekommen ist oder sonstige Büroflur-Funkmeldungen haben keinen Platz. (De-)Briefings haben Struktur, Sinn und Regeln.

Der Umgang mit Risiko:

Natürlich sind wir alle tagtäglich gewissen Risiken ausgesetzt. Wer in irgendeiner Form am Leben teilnimmt, geht Risiken ein. Allerdings halten sich die meisten Risiken in Grenzen, wenn man sie mit jenen vergleicht, die Piloten auf sich nehmen.

Trotz aller Risiken müssen sie jedoch in der Lage sein, sekundenschnell die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ganz richtig – ohne Meeting. Ohne Rückversicherungen. Ohne wohlwollenden Mentor im Rücken, der den verursachten Scherbenhaufen unter den Teppich kehrt.

 

Das lernen Piloten von der ersten Minute an. In der Wirtschaft werden viele Akteure angesichts des Risikos von der fleißigen Biene zur Motte in Winterstarre. Da geht nichts mehr. Entscheidungsfähigkeit verabschiedet sich auf unbestimmte Zeit. Mit Überschallgeschwindigkeit. Wäre da nicht die pilotenmäßige What, if – Strategie gut?

 

zur Person:

Ralph „ECKI“ Eckhardt

20 Jahre TORNADO Kampfpilot Luftwaffe Simulator-Lehrer TORNADO Mission Commander Teilnahme an allen Großübungen der NATO 10.000 Flugstunden  747 „Jumbo“ Kapitän (Passagier und Fracht) Fluglehrer  Kunstfluglehrer Gastdozent an mehreren Universitäten (IUBH Bad Honnef, Applied Science Frankfurt) Mehrfacher Buchautor Redakteur verschiedener Luftfahrtmagazine Kommunikations-Trainer des Luftfahrt-Bundesamtes

Mehr zu den Themen  von Top Gun Leaders erfahren Sie auf www.topgunleaders.com

 

 

hfs/re/tgl